17. Januar 2023 | Allgemein: Was sonst noch los ist, Exkursionen und Studienfahrten
Mehr als 100 interessierte Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen und Bildungsgängen werden sich in der Woche vom 15. – 20. Januar 2023 in Auschwitz, Riga, Berlin, Osnabrück und den Niederlanden mit Perspektiven der Täter, der Opfer und des Widerstands im Kontext des Nationalsozialismus beschäftigen. Die Erkenntnisse aus dieser Auseinandersetzung sollen dabei helfen, ein friedliches Miteinander kompetenter schaffen zu können. Noch bis zum Freitagmorgen kann in der Pausenhalle die Wanderausstellung „Riga – Deportationen, Tatorte, Erinnerungskultur“ des Deutschen Riga-Komitees besucht werden. Sie wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aufgestellt und dokumentiert die Deportation Münsterländer Juden und Jüdinnen nach Riga, um zur Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie eingesetzt zu werden. Arbeitsunfähige wurden in Riga exekutiert. Diese Tatorte werden vor Ort von unseren Schülerinnen und Schülern aufgesucht.
15. Januar 2023 | Allgemein: Was sonst noch los ist, Bildungsgangprojekte
Monika Dufton (re.) freute sich über die Spende der Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulklasse (li. Fachlehrerin Beate Reiter)
Eine Spende über 200 € übergaben die Schülerinnen und Schüler der Klasse BEU der 1jährigen Berufsfachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement des Paul-Spiegel-Berufskollegs Warendorf der Leiterin des Treffpunkts Wärmestube in Warendorf, Monika Dufton. Das Geld wurde in den vergangenen Wochen und im Rahmen des Projekts „Schüler-Bistro“ von den Schülerinnen und Schülern für das Backen von Stutenkerlen eingenommen. Monika Dufton nahm das Geld gern entgegen. Sie berichtete über die tägliche Arbeit des überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeiterteams und stellte die Bedeutung dieses Engagements für die betreffenden Besucher der Einrichtung heraus. Sie betonte, dass der Treffpunkt Wärmestube, der sich überwiegend über Spendengelder finanziere, für jede/n Bedürftige/n offenstehe. Die Schülerinnen und Schüler waren sehr interessiert, stellten viele Fragen und waren sich im Anschluss einig, dass die Spende in der Wärmestube gut genutzt werden kann.
8. Januar 2023 | Allgemein: Was sonst noch los ist, Auslandsaktivitäten
Auf der Plaza de España: Linus Schockmann, Luisa Schröder, Paula Overbeck, Jette Pelke, Lena Schänzer, Luzie Sickmann (v.l.n.r.)
Lea Laws, Jette Pelke, Lena Schänzer, Paula Overbeck, Luisa Schröder, Luzie Sickmann und Linus Schockmann sind Schülerinnen und Schüler des Paul-Spiegel-Berufskollegs. Linus ist Schüler der Höheren Berufsfachschule Elektrotechnik. Die anderen Schülerinnen besuchen den Bildungsgang des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit und Soziales. Alle verbrachten im Herbst dieses Jahres eine schöne Zeit in ihrem Auslandspraktikum in Sevilla. Finanziert wurde es größtenteils über das Förderprogramm Erasmus+. Jedes Jahr organisiert das Paul-Spiegel-Berufskolleg Auslandspraktika wahlweise nach Dublin, Wien und Sevilla und auf die Inseln La Réunion und Teneriffa. Auch individuelle Praktika werden angeboten, in denen die Schülerinnen und Schüler das Praktikum eigenständig in einem von ihnen gewählten Land organisieren. Hier sind sogar Aufenthalte im außereuropäischen Ausland möglich.
Auch die Lehrkräfte der Warendorfer Europaschule nehmen am Erasmus+-Projekt teil, besuchen Fortbildungen und tauschen sich mit Betrieben im Ausland aus.
In Sevilla lebten die Schülerinnen und Schüler vier Wochen in Gastfamilien, arbeiteten in spanischen Betrieben und besuchten nach Feierabend einen Sprachkurs. Die anfänglichen Bedenken, in eine fremde Familie zu kommen und nichts zu verstehen, konnten schnell genommen werden. „Insgesamt war unsere Gastfamilie sehr freundlich und hat uns sehr schnell in ihren Familienalltag mit aufgenommen, so haben wir beispielsweise immer alle zusammen gegessen oder waren zusammen mit Chiara in der Stadt.“, erzählt Paula, die zusammen mit Lena und der französischen Austauschschülerin Chiara in derselben Gastfamilie lebte.
Und natürlich genossen alle die weltoffene Stadt Sevilla, die nicht ohne Grund die Schönheit Andalusiens genannt wird. Dort spazierten die Warendorfer Schülerinnen und Schüler durch die schönen Straßen und Gassen, besuchten die Sehenswürdigkeiten und imposanten Plätze, bewunderten die Architektur mit kunstvoll verzierten Fassaden und die verträumten Innenhöfe mit Orangenbäumen. Und sie genossen das Essen in den zahlreichen Tapabars. Das spanische Leben gefiel allen sehr gut: „In unserer Freizeit sind wir oft in die Stadt gegangen und haben dort etwas Zeit verbracht. Währenddessen sind uns ganz oft besondere Leute aufgefallen. Die Menschen in Sevilla sind ganz anders drauf. Alle dort sind offen, freundlich und jeder strahlt etwas Positives aus, was sehr beeindruckend ist“, berichtet Luisa in ihrem Praktikumsbericht. Sie arbeitete vier Wochen lang im Hotelrestaurant La Lola de Javi Abascal. Alle Schülerinnen und Schüler waren beeindruckt von der Fröhlichkeit, der Geselligkeit und Lebensfreude der Menschen in Sevilla. Auch am Arbeitsplatz wurden sie von dem einzigartigen Lebensgefühl der Sevillaner erfasst. Lea arbeitete in der Konditorei Cupcakes & Co. Wenn ihr Kollege neben ihr mit der Musik sang und tanzte, machte ihr das Backen und Verzieren der Cupcakes gleich doppelt so viel Spaß. Die gute Laune des Spaniers war sehr ansteckend: „Es war ziemlich witzig mit ihm, wir konnten zusammen viel lachen, vor allem, wenn er versuchte, Deutsch zu sprechen“, sagt Lea.
Luzie machte ihr Praktikum bei Ambulancia Pajares, einer Firma für Patiententransporte, und fuhr mit dem Krankenwagen durch Sevilla. Auch ihre Arbeit wurde oft musikalisch begleitet: „Die Leute in meinem Praktikum waren alle sehr freundlich und nett. Alle waren sehr locker drauf und wenn man zum Beispiel längere Transportwege hatte, wurde das ein oder andere Mal im Radio laut mitgesungen.“
Sicher mag die Lebensfreude der Sevillaner auch etwas mit dem tollen Wetter zu tun haben. 30 Grad und Sonne pur begleitete die Praktikantinnen und Praktikanten die ganzen vier Wochen lang. So konnten sie die Wochenenden auch gut nutzen, um Ausflüge nach Cádiz zu machen und dort das Strandleben zu genießen. Linus, der in dem spanischen Elektrobetrieb Eléctrica Dimenz arbeitete, war der einzige Junge in der Warendorfer Gruppe. Er nutzte seine Freizeit auch für den Besuch eines Liveevents: „Außerdem hatte ich das Glück, das Championsleague-Spiel Sevilla gegen Dortmund im Stadion von Sevilla miterleben zu dürfen“, schrieb er in seinem Praktikumsbericht.
Nicht nur persönlich, auch sprachlich sind die Auslandspraktikantinnen und -praktikanten weitergekommen. Nach dem ersten Schock der Konfrontation mit dem andalusischen Akzent, der so manche Buchstaben verschluckt, kamen alle von Tag zu Tag besser mit der spanischen Sprache zurecht. Lea und Paula arbeiten in den Hostels Pensión Vergara und Santa Cruz Hostal Plaza. Dort mussten sie auch die englische Sprache anwenden. Genauso ging es Jette, die in der Sprachenschule „Clic“ ihr Praktikum machte: „Auf der Arbeit war es nie langweilig, da sich wirklich bemüht wurde, dass ich immer etwas zu tun hatte. Außerdem hatte ich das Glück, dass die Lehrer an einer Sprachschule natürlich Englisch sprechen konnten, weshalb ich auch komplexere Aufgaben verstehen konnte“, berichtet sie.
Es war eine schöne Erfahrung, da waren sich alle einig. Lena fasst es so zusammen: „Allgemein würde ich das Auslandspraktikum jedem Schüler empfehlen. Es ist eine unglaublich tolle Erfahrung, die man nicht so schnell vergessen wird. Man sollte die Chance auf jeden Fall nutzen und den Mut haben, so ein Praktikum zu machen und ganz neue Erfahrungen zu sammeln und um eine neue Kultur kennenzulernen. Die Zeit in Sevilla habe ich sehr genossen und würde diese Chance immer wieder annehmen.“
Auch im nächsten Jahr werden die Auslandspraktika wieder angeboten. Hierzu können sich alle Schülerinnen und Schüler des Paul-Spiegel-Berufskollegs bewerben. Ein Informationsabend findet am 25.01.2023 um 18 Uhr in der Aula des Paul-Spiegel-Berufskollegs statt.
15. Dezember 2022 | Allgemein: Was sonst noch los ist, Auslandsaktivitäten
Arbeiten in der Woche, Kulturprogramm am Wochenende: Antonia Bruns (hintere Reihe, 3. v. r.) zusammen mit den Praktikant*innen Kim Katter, Leni Schimweg, Karina Schabhüser, Jonas Albers, Simon Große Hundrup (hintere Reihe, v.l.n.r), Christina Warkentin, Verena Albers (vorne v.l.n.r.) besichtigten Schloss Schönbrunn
Waren sie 2021 noch mit viel Ungewissheit behaftet, konnten die Auslands-Praktika dieses Jahr fast schon wieder „normal“ durchgeführt werden, was sich nicht zuletzt darin zeigte, dass sich mehr Schülerinnen und Schüler bewarben als vom betreuenden Europateam des Paul-Spiegel-Berufskollegs erhofft worden war. Denn auch in diesem Jahr war Corona – wenn auch deutlich geringer – bei der Durchführung zu spüren. So mussten zwei Schülerinnen in Wien ihre eigentlich erste Praktikumswoche in Quarantäne verbringen. In Dublin waren beispielsweise noch nicht alle Betriebe dazu bereit, Teilnehmerinnen oder Teilnehmer für ein Praktikum aufzunehmen. Gleiches galt auch für die eine oder andere Gastfamilie, die in den Jahren zuvor zuverlässig Schülerinnen und Schüler bei sich beherbergt hatte.
Ende September ging es los, für 4 Wochen nach Wien, Dublin oder Sevilla. Dort arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Unternehmen, die ihrer Ausbildung und ihren Wünschen entsprachen. Sie lebten in Gastfamilien oder in Selbstversorgerappartements, besuchten Sprachkurse und tauchten in das Leben der Metropolen ein. Gefördert wurde das Praktikum durch „Erasmus+“. Aufgrund der Akkreditierung des Paul-Spiegel-Berufskollegs genießt es viele Vorzüge im Förderprogramm „Erasmus+“. Auch in diesem Jahr fällt die Förderung großzügiger aus, da das neue Erasmus-Programm höhere Fördersätze vorsieht.
Antonia Bruns ist Auszubildende im Tischlerhandwerk bei der Firma „Quadrat P“ in Münster. Sie besucht derzeit die Mittelstufe der Berufsschule am Paul-Spiegel-Berufskolleg und gehört zu den 28 glücklichen Bewerberinnen und Bewerbern aus unterschiedlichen Bildungsgängen, die vom Europateam der Schule für das Auslandspraktikum im September und Oktober 2022 ausgewählt wurden. Aufgrund ihrer Ausbildung vermittelte der österreichische Erasmus-Partner Antonia einen Praktikumsplatz in einem holzbearbeitenden Betrieb. In der Restaurierungswerkstatt von Leopold Joachim Breitenecker taten sich für Antonia ganz neue Betätigungsfelder auf.
Das Abenteuer ihres Erasmus+ Aufenthaltes in Wien startete sie zusammen mit elf anderen Schülerinnen und Schülern. Während sie vor Ort an den Wochentagen ihr Praktikum absolvierte, stand an den Wochenenden ein Kulturprogramm, organisiert durch den Partner, auf dem Plan. So besuchte die Gruppe das Obere Belvedere, das Schloss Schönbrunn, das Technische Museum und die Secession. „Besonders beeindruckt hat mich zudem das Sigmund-Freud-Museum, welches ich mit einem kleineren Teil der Gruppe besuchte“, so eine begeisterte Antonia. Weiter führt sie aus: „Nachhaltig geprägt haben mich jedoch weniger die geplanten, meist prunkvollen Touristenattraktionen, sondern die kleinen, in dem Moment vielleicht weniger auffälligen Momente. Oft denke ich so zurück an sonnige Flohmarktbesuche, die uns einerseits Übergepäck bescherten als auch Kontakt zu jungen Wiener*innen ermöglichten“. Fast tägliche Kaffeetreffen mit ihren Mitbewohnerinnen in Wiener Kaffeehäusern mit Sachertorte oder Apfelstrudel oder in hippen Cafés mit Postern von Kafka und flauschigen Cocktailsesseln boten Raum für Reflexionen der vielen neuen Eindrücke oder zum Beobachten der Wiener Gesellschaft.
Zu besprechen gab es viel – beispielsweise bezüglich der Praktikumsstellen. Leopold Breitenecker ist Tischlermeister und arbeitet seit 20 Jahren als Restaurator in Wien. In seiner Ein-Mann-Werkstatt restauriert er Möbel aus der Epoche des Biedermeiers, Jugendstils und des Historismus. Da dies eine völlig andere Tischlertätigkeit ist als die, die Antonia in ihrer Ausbildung erlernt, war sie dementsprechend neugierig, die Herangehensweisen eines Restaurators kennenzulernen. „Die aus meiner Sicht unglaublich kreativen und auf viel Erfahrung und Hintergrundwissen basierenden Tätigkeiten haben mich von Anfang an fasziniert und mir unglaublich viel Spaß bereitet“, so Antonia. Sie erlernte die Restauration von Bugholzstühlen aus dem 19. Jahrhundert, dazu das Beizen und Lackieren per Hand, das Auftragen von Blattgold, das Schärfen von Arbeitsgeräten und das Politieren mit Schelllack. „Ich bin sehr glücklich, die Chance gehabt zu haben, all dies kennenzulernen. Die Erfahrungen in dieser tollen Werkstatt, mit ihrem beeindruckenden Leiter, haben mir eine neue Perspektive als Tischlerin aufgezeigt und mich in meiner Persönlichkeit als Tischlerin gestärkt.“, ergänzt Antonia.
Ihr abschließendes Fazit lautet: „Der ganze Aufenthalt in Wien hat mich stark geprägt und mir die Möglichkeit gegeben, mich selbst neu kennenzulernen. Ich gehe selbstbewusster und mit erweitertem Horizont aus dieser Erfahrung heraus. Sowohl beruflich als auch persönlich konnte ich mich weiterentwickeln.“
Nach der Ausreise ist vor der Ausreise! Der nächste Infoabend für den kommenden Durchgang wird am 25.01.2023 um 18 Uhr am Paul-Spiegel-Berufskolleg stattfinden.
15. Dezember 2022 | Allgemein: Was sonst noch los ist
Die 50. Veranstaltung der Kreispolizei Warendorf, zum 10. Mal am Paul-Spiegel-Berufskolleg: der Crash Kurs NRW in diesem Jahr mit den Akteuren Beate Berkhoff (vorne Mitte), Polizeiseelsorger Friedrich Vogelpohl, PHK Richard Rauer, Beate M. Berkhoff, PHK Marc Westbomke, POK Stefan Wellmann, Brandamtmann Christian Heickmann, PHKin Carola Krewerth, Dr. med. Alexander Reich, Studiendirektorin Sylvia Sahl-Beck und Schulleiter Udo Lakemper (hinten v.l.n.r.)
Papierstreifen beschriftet mit Lebenszielen und Wünschen junger Menschen kleben auf dem roten Luftballon, der auf der kleinen Bühne in der Aula des Paul-Spiegel-Berufskollegs aufgehängt ist: „eine Weltreise machen“, „gut verdienen“, „eine Familie gründen“, „ein Motorrad kaufen“ war darauf zu lesen. Direkt daneben der Aufsteller der Polizei mit dem Infoplakat für den Crash Kurs NRW, darauf das Bild von einem Straßenabschnitt, der von Scheinwerfern grell erleuchtet aus der Dunkelheit heraussticht. Hier ist scheinbar jemand mit seinem Fahrzeug auf einer nicht gut überschaubaren Strecke mit offensichtlich hohem Tempo unterwegs. Vielleicht zu schnell. Und vielleicht werden hier Leben, Gesundheit und Lebensziele aufs Spiel gesetzt.
Polizeihauptkommissar Richard Rauer von der Kreispolizei Warendorf wendet sich mit lockerer Sprache, aber ernstem und mahnendem Ton an die etwa 200 Schülerinnen und Schüler, die sich mit ihren Lehrkräften zu dieser Veranstaltung zur Verkehrsunfallprävention eingefunden haben. „Ihr seid Fahranfänger, ihr habt Spaß an der Technik und an schnellen Fahrzeugen“, sagt er, um dann umzuschwenken auf traurige Statistik: 425 Verkehrstote in NRW im Jahr 2021, 16 Prozent aller Verkehrsunfälle werden von jungen Leuten unter 25 Jahren verursacht. PHK Rauer zählt die Gründe auf: Alkoholeinfluss, Handynutzung, überhaupt Ablenkung am Steuer. Tödliche Verletzungen durch fehlendes Anschnallen in vielen Fällen. Es folgt eine Präsentation mit Fotos von schweren Unfällen, die sich im Kreis Warendorf ereignet haben. „Ihr denkt vielleicht, das passiert euch nicht“, wendet sich PHK Rauer an die Schülerinnen und Schüler, „Aber ihr müsst sensibel bleiben. Solche Unfälle lassen sich vermeiden. Gefährdet nicht euer eigenes Leben oder das von anderen.“
Vielleicht noch mehr als die Fotos sorgen dann die auftretenden Fachkräfte, die bei Verkehrsunfällen an der Rettungskette beteiligt sind, für sichtliche Betroffenheit bei den Schülerinnen und Schülern. Polizeihauptkommissar Marc Westbomke, Brandamtmann Christian Heickmann, Notarzt Dr. med. Alexander Reich und Polizeiseelsorger Friedrich Vogelpohl berichten erkennbar bewegt von ihren Einsätzen. Beate Berkhoff, im Rollstuhl sitzend, hatte den Mut, gemeinsam mit ihrer Mutter von ihrer persönlichen Leidensgeschichte zu erzählen. Als junge Frau erlitt sie schwerste Verletzungen bei einem Verkehrsunfall, der nur wenige Meter von ihrem Elternhaus entfernt passierte. Geblieben sind neben traumatischen Erinnerungen einschneidende Folgen für Gesundheit und Lebensgestaltung. „Sorgt dafür, dass eure Lebensziele nicht so zerplatzen wie meine“, ist ihr Appell an die Schülerinnen und Schüler.
Für die Kreispolizei Warendorf, diesmal auch vertreten vom Ersten Polizeihauptkommissar André Wenning, war es die insgesamt 50. Durchführung dieses Projekts und der 10. Besuch am Paul-Spiegel-Berufskolleg. Schulleiter Udo Lakemper erinnerte daran, dass auch die Auftaktveranstaltung an der Schule stattgefunden hat und dankte insbesondere Studiendirektorin Sylvia Sahl-Beck. Sie hatte damals die Initiative ergriffen, dieses Aufklärungsformat an die Schule zu holen und sorgt jedes Mal für die Organisation vor Ort. Sein Dank ging ebenfalls an alle Akteure, verbunden mit dem Wunsch, dass der Crash Kurs NRW auch in Zukunft ein fester Bestandteil des Veranstaltungsangebotes der Schule bleibt, um einen wichtigen Beitrag zur Verkehrserziehung junger Menschen zu leisten.
11. Dezember 2022 | Allgemein: Was sonst noch los ist, Bildungsgangprojekte
Einen Beitrag leisten zu Aufklärung und Prävention war das Ziel des Projektes, das die Klasse FOSO3 mit großem Engagement für die Schulgemeinschaft gestaltet hat.
Die Tagesschau titelte zum Welt-AIDS-Tag am 01.12.2022, dass AIDS durch das Coronavirus aus dem Blick geraten und sich dadurch zu einer unbeachteten Epidemie entwickelt habe. Laut der WHO sind weltweit 38 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Jedes Jahr kommen 1,5 Millionen Neuinfektionen hinzu.
In Deutschland haben sich im Jahr 2021 1800 Personen mit HIV infiziert. Nach Angaben der Deutschen Aidshilfe ist die Dunkelziffer der Infizierten allerdings höher, da viele Betroffene von ihrer Infektion mit dem Virus keine Kenntnis hätten.
Laut vergissaidsnicht.de bezeichnen nur knapp 30 Prozent der Jugendlichen und Erwachsenen AIDS als gefährliche Krankheit.
Die Fachoberschule Gesundheit und Soziales des Paul-Spiegel-Berufskollegs Warendorf möchte einen Beitrag zur Aufklärung und Prävention leisten. Traditionell findet zum Welt-AIDS-Tag ein Projekttag zu den Themen HIV und AIDS statt. In diesem Jahr wurde der Tag von der Klasse FOSO3 vorbereitet und durchgeführt. Unterstützt wurde die Aktion von der AIDS-Hilfe Ahlen, die Informationsmaterial zur Verfügung gestellt hat.
Die Schülerinnen und Schüler informierten über Infektion, Risikofaktoren, Schutzmaßnahmen, Beratungsangebote und HIV in der Schwangerschaft. Die Situation von homosexuellen Menschen in Bezug auf HIV und AIDS wurde von der Lerngruppe besonders herausgestellt, da diese Gruppe häufig Diskriminierung ausgesetzt sei. Zwei Schülerinnen haben sich mit der Ausbreitung des HI-Virus in Südafrika beschäftigt. Das Land an der Südspitze des afrikanischen Kontinents gehört zu den weltweit am stärksten betroffenen Ländern, da dort jeder fünfte Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren mit HIV infiziert ist.
Der Projekttag wurde von der Schulgemeinschaft gut angenommen. Insgesamt haben sich 15 Klassen des Berufskollegs an den Infoständen über HIV und AIDS informiert. Die Vorträge seien sehr interessant gewesen und hätten einen guten Einblick in die Themen HIV und AIDS gegeben, unterstrichen die Schülerinnen Hannah und Fiona aus der Berufsfachschule Sozialwesen. Ihre Klassenkameradin Jana lobte die tolle Gestaltung der Stellwände. Die Lernenden waren sich einig, dass es sehr wichtig sei, dass Aufklärungsarbeit geleistet werde, damit HIV und AIDS nicht in Vergessenheit geraten.